Baumängelgutachten

Bauherr und Käufer eines Gebäudes haben einen Anspruch auf ein mangelfreies Werk. Dies ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB §633) und in der Vertrags- und Vergabeordnung für Bauleistungen (VOB) ausdrücklich niedergelegt.

Von einem „Mangel“ spricht man vereinfacht, wenn die ausgeführte Bauleistung (der Ist-Zustand) vom vertraglich vereinbarten Zustand (Soll-Zustand) abweicht.

 

Auf eine kurze Formel gebracht:

Unzulänglichkeit + damit vertragswidrige Bauweise = Baumangel

 

Das für den Sachverständigen anstehende Problem der Bewertung des Baumangels umfasst nicht eine rechtliche Würdigung der Vertragswidrigkeit, auch nicht eine Beurteilung der durch den Mangel hervorgerufenen Auswirkung auf das Vermögen des Geschädigten, also dessen Schaden, sondern allein die Wertung der objektbezogenen Beeinträchtigung.
[vgl. H. E. Aurnhammer: Aachener Bausachverständigentage (1978)]


Die Ursachen der Kosten für die Beseitigung von Herstellungsfehlern sind:

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[vgl. Jungwirth, D.: WTA-Schriftenreihe Qualitätssicherung, Hrsg. Prof. Dr. F. H. Wittmann, Zürich: Aedificatio Verlag (1993)]